Unser Highlight auf der Reise – Ein Tag mit Elefanten im Elephant Rescue Park

Sie sind groß, sie sind schwer, sie sind grau und sie sind ganz besondere Tiere. Die Rede ist von Elefanten. An unserem Elefantentag im Elephant Rescue Park in der Umgebung von Chiang Mai, hatten wir die Gelegenheit die Giganten auf eine tolle Art und Weise näher kennenzulernen.

Während unserer Reiseplanung, war ein großer Wunsch von mir einen Tag mit Elefanten zu verbringen. Mein Freund fand die Idee klasse und so machten wir uns an die Arbeit eine passende Tour zu finden. Wie sich herausstellte gibt es unzählige Anbieter, sodass man anfangs total überfordert ist.  Schließlich haben wir den für uns passendsten Anbieter gefunden und auch direkt das Tagesprogramm gebucht.

Die Vorfreude war groß und wir fieberten schon auf diesen Tag hinzu. Die Zeit verging und schließlich war es soweit. Unser Elefantenerlebnis im Elephant Rescue Park stand bevor. Der Park bietet obdachlosen und missbrauchten Elefanten ein neues sicheres und liebevolles zu Hause.

Am Morgen des langersehnten Tages, wurden wir von unserem Guide im Hotel in Chiang Mai abgeholt. Die Aufregung stieg als wir in einen kleinen Minivan, welcher uns zum Elephant Rescue Park bringen sollte, stiegen. Bevor es raus aus Chiang Mai ging, mussten wir noch zwei weitere Teilnehmer in einem anderen Hotel abholen. Schnell bemerkten wir, dass wir somit nur insgesamt vier Personen waren, die diese Tour an dem Tag machten. Wie geil war das denn??? Ich konnte vor Freude kaum still sitzen.

Als wir vollzählig waren ging es endlich los. Unser erster Stopp an diesem Tag war auf einem kleinen Markt außerhalb von Chiang Mai. Dort hatten wir die Gelegenheit etwas Essen für die Elefanten zu kaufen. Auf der Fahrt dorthin erzählte unser Guide viel über diese Tiere. Es war total spannend und faszinierend. Wusstet ihr das Elefanten zu 80% wie Menschen sind? – Nein? Wir auch nicht. Der Markt war sehr traditionell, man merkte das hier noch nichts wirklich vom Tourismus geprägt wurde. Wir hatten keine Ahnung was das alles war, was die Locals dort verkauften und auch beim Bezahlen kamen wir mit unserem Englisch nicht wirklich weit. Nichts desto trotz, war das ein Erlebnis das wir so schnell nicht wieder vergessen werden. Es war so unglaublich zu sehen wie dort Fleisch oder Fisch verkauft wurde. Eine Plastiktüte befestigt an einem sich drehenden Gestänge eines alten Ventilators soll Fliegen von dem Fleisch abhalten. Von einer Kühlung weit und breit nichts zu sehen. Und auch die Fische schwammen noch halb lebend in den viel zu kleinen Bottichen umher. Riesige Gemüse- und Obststände reihten sich zwischen die Fleischstände. Zwischen all den Lebensmittelständen konnte man auch Klamotten kaufen. Zudem erlitten die Atemwege eine regelrechte Reizüberflutung durch die vielen Gerüche. Wenn man aus dem geordneten Deutschland kommt, wirkt das schon total abgefahren. Zurück zum Thema Elefanten. Wir kauften den Dickhäutern auf dem Markt etwas Ananas und besondere Zuckerwürfel, die wir ihnen später verfüttern durften.

Markt in der Umgebung von Chiang Mai

Nach unserer kleinen Einkaufstour auf dem Markt, ging es weiter Richtung Elephant Rescue Park. Eigentlich wäre zuerst ein Aufenthalt im Elephant POOPOOPAPER Park auf dem Plan gestanden, dieser wurde aber ans Ende unseres Tages verlegt. Nach circa einer Stunde Fahrt war es soweit, wir fuhren immer mehr ins Grüne hinein und kamen schließlich an einer kleinen Häuseranlage an. Da waren wir. Mein Herz schlug wie wild, als ich die riesigen Tiere erblickte.

Elefanten im Elephant Rescue Park

Zu Beginn bekamen wir erst einmal eine kleine Einweisung wie wir uns gegenüber den Elefanten verhalten sollen. Anschließend übergab uns unser Guide Klamotten, Gummistiefel und einen Strohhut, welche wir zum Schutz anziehen sollten. Elefanten können nämlich ganz schön dreckig sein und zudem gab es dort zahlreiche Mücken. Von oben prasselte die Sonne nur so herab, weswegen wir den Sonnenhut die ganze Zeit auflassen mussten. Wir hatten einen tollen Tag erwischt, das Wetter war einfach nur unglaublich. Dachten wir zumindest bis dahin noch.

Outfit beim Elefantentag

Nachdem wir alle umgezogen waren, mussten wir uns direkt an die Arbeit machen das Futter vorzubereiten. Die Elefanten warteten nämlich schon gierig auf ihr Essen. Ananas klein schneiden und Reis mit Salz und Bananen vermatschen stand auf dem Plan. Machte das ein Spaß und unser Guide erklärte zudem so viel über das Essverhalten der grauen Riesen. Ich wusste jetzt schon der Tag konnte nur gut werden. Und so war es auch.

Mit Bananenstauden und dem zubereiteten Futter in den Händen gingen wir auf die andere Straßenseite, wo die Elefanten ihr zu Hause hatten. Ich hätte vor Glück Luftsprünge machen können. Ein großer und drei kleine Elefanten begrüßten uns oder vielleicht auch nur das Essen auf das sie wild waren. Die kommende Fütterung war ein unglaubliches Erlebnis. Die Mahuts, so werden die Führer der Elefanten genannt, wiesen uns kurz ein wie man die Tiere am besten füttern konnte und so ging es dann auch schon los. Vorsichtig begannen wir ihnen das Futter entgegen zu strecken. Gierig und voller Freude nahmen sie die Leckereien entgegen. Nach ein paar zögerlichen Versuchen, man hat ja dann doch schon einen gewissen Respekt gegenüber den Dickhäutern, legten wir ihnen schließlich das Futter sogar direkt in den Mund. Man war das geil. Die Zunge fühlte sich total klitschig und warm an. Schnell gewöhnten wir uns aneinander und so ging das Füttern problemlos vonstatten. Ratzefatz war dann auch schon alles aufgefuttert. Wir waren glücklich und die Tiere auch. Wusstet ihr das man die Freude der Elefanten daran erkennen kann, dass sie mit ihrem Körper hin und her schaukeln?

Elefanten füttern

Voll gefressen ging es nun auf einen Verdauungsspaziergang durch den Regenwald und das alles ohne Fußfesseln oder Elefantenhacken. Die Tiere hörten einzig und allein auf die Rufe der Mahuts. Das war nicht nur faszinierend, sondern ein unbeschreibliches Gefühl. Man merkte richtig, wie die Menschen dort ihre Elefanten liebten. Dies war ein ganz wichtiger Faktor, denn wir auf der Suche nach der Richtigen Tour miteinschlossen. Wir waren jetzt schon so froh, dass wir genau diesen Park ausgesucht hatten und bereuten keine Sekunde unsere Entscheidung.

Spaziergang mit Elefanten

Während die Elefanten sich frei bewegten, zeigte uns unser Guide ein bisschen die Pflanzen und Pilze die auf dem Weg wuchsen. Die eine Pflanze war total abgefahren. Man fuhr mit dem Finger über ihre Blätter und sie schloss diese dann. Und nicht nur das, es gab Pilze die wuchsen aufgrund der Elefantenkacke. Lustig findet ihr nicht auch?

Pilze

Die Elefanten waren immer wieder für neue Überraschungen gut. So hat der große, welcher übrigens eine Elefantendame war, auf dem Weg einfach mal so zwei Bäume gefällt. Rüssel um den Ast und fest daran gezogen, krachte der Baum plötzlich Richtung Boden. Wie ihr seht hatten wir einen riesen Spaß. Auch die kleinen Elefantis wälzten sich immer mal wieder im Dreck und brachten uns somit zum Lachen. Die waren einfach zuckersüß und so tollpatschig.

Elefant fällt Baum

Babyelefant wälzt sich im Dreck

Wenn man immer mal wieder darüber nachdachte, wo die Elefanten eigentlich herkamen, bekam man einen Kloß im Hals. Wie kann man nur solch tollen Tiere misshandeln und zu Gunsten des Spaßes der Menschen zu Kunststücken oder dergleichen zwingen? Bitte geht niemals zum Elefantenreiten wenn ihr in Thailand seid!!! Die Elefanten machen das nicht freiwillig, sie werden dazu gezwungen!

Das absolute Highlight an diesem Tag folgte nach dem Spaziergang. Wir durften zusammen mit den Elefanten baden gehen. Was für ein fantastischer Moment. Mit Bürsten und Plastikschüsseln ausgerüstet, ging es zusammen mit den Dickhäutern in einen kleinen See. Sie legten sich ins Wasser und so konnten wir sie super einfach putzen. Und auch hier haben die Elefanten alles freiwillig und ohne menschliches Handeln gemacht. Wenn sie keine Lust mehr hatten konnten sie aufstehen und gehen. Aber es gibt doch nichts Besseres als mit einer Bürste massiert zu werden und so genossen sie es richtig. Hin und wieder spritzten sie uns mit ihren Rüsseln nass. Auch hier hatten wir einen Riesenspaß und es war unglaublich toll mit ihnen im Wasser zu sein. Leider verging die Zeit viel zu schnell.

Baden mit Elefanten

Nachdem die Elefanten keine Lust mehr auf planschen hatten und das Wasser verließen, war unser Elefantenerlebnis auch schon vorbei. Wir verabschiedeten uns von jedem der Elefanten. Für die Dickhäuter hieß es Päuschen machen und für uns hieß es duschen und dann essen. Wettertechnisch war es der optimale Zeitpunkt zum Essen zu gehen, denn kurz nach dem wir mit dem duschen fertig waren fing es an wie aus Kübeln zu schütten. Das Essen war eins der Besten die wir in Thailand hatten. Frisches Phat Thai und Früchte wurde uns aufgetischt, während man das Gefühl hatte, dass draußen gerade die Welt im Regen versank.

Elefantentag Regen

Gestärkt vom Essen ging es weiter, denn der Tag war noch nicht vorbei. Der vom Anfang verschobene Besuch im Elephant POOPOOPAPER Park stand bevor. Das eigentliche Erlebnis war vorbei, somit gingen wir mit weniger Elan in den Park. In einer kleinen Führung wurde uns gezeigt, wie aus Elefantenkacka Papier hergestellt wurde. Der Vorgang an sich war schon sehr interessant, allerdings hatte man das Gefühl, dass man durch das typische Touriprogramm durchgeschleust wurde. Vor allem als wir an der Station ankamen, wo wir selbst Papier schöpfen durften. Alles musste man furchtbar schnell machen. Dann noch das obligatorische Touristenfoto und fertig war die Führung. Die Zeit die wir uns anschließend im Park frei bewegen durfte hat dann doch viel mehr Spaß gemacht. Fazit: Wir würden nicht extra eine Tour in diesen Park buchen, auch wenn dieser Recyclingprozess mal interessant war zu sehen.

Papier aus Elefantenkacka

Geplättet, überglücklich und mit vielen Eindrücken im Gepäck ging es am späten Nachmittag zurück zum Hotel. Unser Fazit von dem Tag: Wenn ihr die Chance habt nach Chiang Mai zu kommen und schon immer mal Elefanten in freier Wildbahn und unter fairen Bedingungen sehen wolltet, dann bucht euch eine Tour beim Elephant Rescue Park. Wir bereuen keine Sekunde Geld dafür ausgegeben zu haben. Es war ein Erlebnis das wir nie mehr vergessen werden. Vielen Dank an unseren Guide und an den ganzen Elephant Rescue Park für diesen Hammer Tag.

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