Auf nach Sukhothai – Unsere Weiterreise Richtung Norden

Nach unserem ersten Tag in Bangkok hieß es für uns auch schon wieder Sachen packen, denn die Reise ging weiter Richtung Norden, um genauer zu sagen nach Sukhothai. Da unsere Anreise ein ganz besonderes Erlebnis war, finde ich hat sie auch einen eigenen Eintrag verdient. Was wir erlebt haben und was der Grund für ein Aufenthalt in Sukhothai war erfahrt ihr hier.

Nach einem ausgiebigen Frühstück in einem kleinen Café vor unserem Hotel in Bangkok mussten wir uns vorerst von dieser Stadt verabschieden, denn unsere Reise ging weiter. Noch in Deutschland hatten wir uns einen Flug bei Bangkok Airways von Bangkok nach Sukhothai gebucht. Sukhothai ist eine kleine Stadt in Zentralthailand, welche in Alt- und Neu-Sukhothai aufgeteilt ist. Doch wieso reisten wir ausgerechnet dorthin? Grund dafür war der Historical Park, welcher zum UNESCO Weltkulturerbe zählt.

Mit einem Taxi ging es in Bangkok zunächst von unserem Hotel zum Flughafen. Diesmal fuhren wir mit Taximeter und so mussten wir nur 400 Baht inklusive Maut bezahlen. Was waren wir glücklich, dass wir nicht schon wieder übers Ohr gehauen wurden. Da wir noch etwas unerfahren waren was Inlandsflüge betreffen, haben wir genügend Zeit am Flughafen eingerechnet. Letztendlich waren wir viel zu früh dort und hatten noch massig Zeit bis unser Flugzeug abhob. Das war aber nicht so schlimm den Bangkok Airways hat eine super Lounge, wo man bei kostenlosem Kaffee und Snacks sich die Zeit vertreiben kann. Mein Freund nutze die Zeit um im Internet zu surfen und ich hatte beschlossen, dass ich unbedingt noch etwas Schlaf brauche. Nach zwei Stunden warten ging es dann aber endlich los zum Boarding und anschließend mit dem Busshuttle übers Rollfeld zu unserem Flugzeug.

Ich war sprachlos, als wir vor dem Flugzeug standen, denn es war eine Propellermaschine. Beim Betreten der etwas kleineren Maschine kam etwas Skepsis und Angst über mich, denn ich bin mit so einem Flugzeug noch nie zuvor in meinem Leben geflogen. Beim Start rutschte mir fast mein Herz in die Hose, denn es war sehr wackelig und ich saß direkt neben dem Propeller, so dass ich diesen immer im Blick hatte. Als wir unsere Flughöhe erreicht hatten, konnte mich endlich entspannen denn es wackelte nicht mehr so. Nichts desto trotz fühlte ich mich auf dem Flug sehr sicher. Die Krönung auf dem ca. 1,5 Stündigen Flug bildetete das Essen. Wir hatten damit nicht gerechnet, denn es war ein Kurzstreckenflug und online hatten wir auch nichts von Essen gelesen. Überglücklich weil wir so Hunger hatten nahmen wir das Tablet entgegen und zogen den leckeren Duft des Essens ein. Es war das Beste wir je auf einem Flug gegessen hatten. Danke Bangkok Airways für diesen Gaumenschmaus!

Mit vollem Magen landeten wir kurz nach unserem Essen auch schon in Sukhothai. Übrigens lohnt es sich bei diesem Flug ein Platz am Fenster zu nehmen, da die Landschaft unter einem wunderschön grün ist und man anfangs sogar das Meer sehen kann. Aus dem kleinen Flugzeugfensterchen suchte ich während des Landeanflugs vergebens nach der Stadt und dem Historical Park, das einzige was ich entdeckte war eine Halle die an einen Eingangsbereich eines fünf Sterne Hotels erinnerte. Auf einem kleinen Rollfeld landete der Pilot unsere Maschine so ruhig, dass man davon fast nichts mitbekam. Da ich es von anderen Flughäfen gewohnt war erwartete ich, dass unsere Maschine Richtung Gate zu den anderen Flugzeugen steuerte. Aber da war nichts, keine andere Maschine weit und breit, wir waren die einzigen. Plötzlich hatte ich ein mulmiges Gefühl im Magen. Wo bitte waren wir gelandet?

Neugierig stiegen wir über die kleine Treppe des Flugzeuges aus. Statt Bussen die uns zum Flughafengebäude bringen sollen (das ich immer noch nicht sah) standen da „zügchenartige“ Gespanne. Sie erinnerten mich an die typischen Zügchen die oft durch Freizeitparks fahren, außer dass diese hier Reifen hatten und auf Asphalt fuhren. Zwischen weiteren Touristen und Einheimischen saßen wir nun in dem Zug, der uns in Richtung der „Hoteleingangshalle“ brachte. Auf dem Weg dorthin konnte man nun endlich auch das Rollfeld in seiner wahren Größe sehen. Es war kürzer und schmäler als ich es kannte, deswegen war unsere Maschine wahrscheinlich auch kleiner gewesen. Weiter ging es an einer wunderschön angelegten Wiese Richtung Flughafen.

Na und was war wohl nun der Flughafen den ich lange suchte – genau die Halle die Aussah wie der Eingang von einem Hotel. Ich war baff, sowas hatte ich noch nie gesehen. Das Gebäude war ringsherum offen, Gepäckband, Restaurants, Cafés und vieles was man sonst so von einem Flughafen gewöhnt war, suchte man hier vergeblich. Unser Gepäck wurde mit einem kleinen Wagen an eine Seite der Halle gebracht und dort auf einem hölzernen Podest aufgestellt. Jeder konnte dort anschließend seinen Koffer oder Rucksack entgegennehmen. Auch wenn der Flughafen nicht groß und gewöhnlich ist, so hat er seinen ganz eigenen Charme und bietet ein Erlebnis, dass man so schnell nicht wieder vergisst.

Außer der Flughafenhalle gab es nebenan noch einen Zoo. Weder Stadt noch Park waren in Sicht. Da wir nicht genau wussten wie weit es dorthin war, informierten wir uns bei der Security. Wie sich herausstellte liegt Sukhothai ca. 1 Autostunde entfernt. An einem Schalter im Eingangsbereich buchten wir uns aus diesem Grund eine Fahrt mit einem Minivan zu unserem Guesthouse. Auf der Fahrt ist mir klargeworden, dass es die richtige Entscheidung war nach Sukhothai mit dem Flugzeug anzureisen, auch wenn es etwas teurer als der Bus war. Nicht nur das Erlebnis mit dem Flug und dem Flughafen war etwas Besonderes, sondern auch die anschließende Autofahrt. Wenn man aus dem Fenster sah, konnte man sich ein Bild vom „wahren“ Thailand machen. Fernab vom Tourismus leben die Menschen dort sehr einfach, dabei wurde mir klar, was wir im Vergleich eigentlich für einen Luxus in Deutschland haben.

Müde von der Reise und mit vielen Eindrücken kamen wir an unserem Guesthouse an und schon wieder einmal verschlag es mir an diesem Tag die Sprache. Ich hatte ja schon die tollen Bilder auf booking.com gesehen, aber in echt sah es einfach noch tausendmal schöner aus. Freundlich und mit einem Glas Tee wurden wir begrüßt. Ich fühlte mich sofort pudelwohl. Nach dem Check-In und ein bisschen Small-Talk betraten wir unser Zimmer. Gemütlich eingerichtet gab es einem direkt das Gefühl angekommen zu sein. Der Ausblick aus dem Fenster rundete das Ganze noch ab, denn wir hatten einen tollen Blick direkt auf den Pool. Ich freute mich jetzt schon diesen einmal zu testen.

Was wir in Sukhothai erlebten und wie wir unsere Zeit dort verbrachten könnt ihr im nächsten Eintrag lesen.

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