Sukhothai – Mit dem Fahrrad durch den Historical Park

Was ist ein Historical Park? Was kann man dort alles sehen? Und wie schaut man sich diesen am besten an? Willst du Antworten auf die Fragen, dann komm mit auf eine Tour durch den Park.

Nach unserer erlebnisreichen Anreise, packten wir erstmals unsere Sachen aus und ruhten uns ein bisschen aus. Anschließend machten wir uns dann Richtung Stadt und Park auf. Da der meiste Tag mit der Anreise ausgefüllt war, hatten wir schon Spätnachmittag und somit nur noch zwei Stunden Zeit, bevor der Park für diesen Tag schloss. An der Rezeption unseres Guesthouse hatten wir einen Plan für den Park bekommen, sodass wir uns einen Überblick verschaffen konnten. Da dieser sehr groß ist und in mehrere Teile (Zentrum, Nord, Süd, Ost, West) aufgeteilt ist, lohnt es sich Fahrräder auszuleihen. Wir nahmen den Fahrradverleih unserer Unterkunft in Anspruch, man kann sich aber auch direkt am Eingang des Parks welche ausleihen.

Auf unserem neuen fahrbaren Untersatz ging die Erkundungstour los. Da der Park auf der anderen Seite von Alt-Sukhothai lag, als unsere Unterkunft, mussten wir zunächst durch die Stadt. Anfangs war es sehr komisch immer auf der linken Seite zu fahren, vor allem beim Abbiegen musste man sich richtig konzentrieren. Gefühlt waren wir die Einzigen, die mit Fahrrädern dort unterwegs waren. Entlang an ein paar Läden und einem Markt konnten wir uns einen ersten Eindruck von Alt-Sukhothai bekommen. Die „Stadt“ war klein und fein und man begegnete kaum Touristen, was wahrscheinlich auch der Grund war, wieso wir allein mit dem Fahrrad unterwegs waren, denn die Einheimischen selber fahren mit Rollern oder Autos. Ich fand es sehr interessant zu sehen, wie einfach die Menschen dort leben und man hatte trotzdem das Gefühl, dass sie zufrieden sind.

Nach den ersten Eindrücken von der Stadt, kamen wir dann auch schon am Eingang des Parks an, zumindest dachten wir das. In Wirklichkeit war dies aber nicht der Eingang für Besucher, so dass wir noch mal ein ganzes Stück am Park entlang bis zum tatsächlichen Eingang mussten. Da wir nur noch zwei Stunden hatten um uns umzuschauen, begrenzten wir unsere Tour an diesem Tag ausschließlich auf das Zentrum. Ticket gekauft – Check. Mit Mückenmittel eingesprüht – Check. Los ging‘s!

Doch was ist der Historical Park Sukhothai eigentlich und was schauten wir uns dort überhaupt an? Der Historical Park, auch Geschichtspark, in Sukhothai gehört zum UNESCO Welterbe und umfasst die Ruinen des Sukhothai Königreichs vom 13. und 14. Jahrhundert. Dieses zählte zu einem der ersten großräumigen Königreiche in Thailand. Die im Zentrum liegenden Ruinen, darunter Tempelruinen und ein Denkmal des Königs, werden von einer Stadtmauer mit vier Stadttoren umgeben. In allen vier Himmelsrichtungen liegen in näherer Umgebung zu diesem Zentrum weitere Tempel.

Mit dem Plan in der einen Hand, der Kamera um den Hals und der anderen Hand am Lenker starteten wir unsere Tour. Nur wenige Meter nach dem Eingang war auch schon der erste Halt – eine große Ruine mit steinernen Buddhafiguren. Es war so unglaublich heiß, so dass wir schon jetzt völlig platt von der Hitze waren. Nichts desto trotzt brachte uns dies nicht ab, die ersten Ruinen anzuschauen. Faszinierend und mit staunenden Augen liefen wir durch zahlreiche kleine und große Überbleibsel der Tempel. Um das wichtigste in dem Park zu sehen, orientierten wir uns an dem Rundweg einer kleinen Bahn, die durch den Park fuhr. So radelten wir von Zahl zu Zahl und somit von Ruine zu Ruine.

An unserem zweiten Stopp kamen, nach dem wir unsere Fahrräder abstellten, ein paar Thaischüler auf uns zu und hielten uns einen Zettel unter die Nase. Anfangs verstanden wir nicht was sie uns damit sagen wollten, denn die Schüler sprachen leider kein Englisch, so dass die Verständigung etwas schwer war. Doch dann wussten wir es plötzlich, sie wollten, dass wir ihnen die Frage „Was wir an Thailand so toll finden“ beantworten, womöglich für ein Schulprojekt. Wir zögerten nicht lange und schrieben los. Doch was schreibt man am besten wenn man erst seit zwei Tagen in diesem Land war? Wir schrieben über das Essen und das was uns bisher an Thailand gefallen hat. Noch schnell ein Foto und schon waren sie auch wieder weg, auf der Suche nach Anderen die ihre Frage beantworteten.

Nach zahlreichen Fotos, vielen gesehenen Ruinen und ein paar Kilometer später, ging langsam die Sonne unter, die Hitze blieb aber trotzdem. Doch nun war das Feeling im Park ein ganz besonderes. Die Ruinen wurden von der untergehenden Kugel beleuchtet. Ich möchte nicht allzu viel dazu sagen, seht einfach selbst.

Nachdem die Sonne fast vollständig untergegangen war, war es für uns auch Zeit den Park zu verlassen. Doch unser Tag war noch nicht vorbei, denn wir hatten nach dieser Tour einen riesen Hunger. Wir beschlossen erst einmal in die Unterkunft zurück zu gehen, in den Pool zu springen und zu schauen, wo man in der näheren Umgebung etwas essen gehen kann. Auf einer Gästeinformation, welche wir ebenfalls an der Rezeption erhielten, suchten wir uns ein Restaurant heraus und machten uns auf den Weg, um uns nach dem heißen Tag im Pool abzukühlen. Voller Freude ging ich Richtung Leiter, um dann eine riesen große Enttäuschung zu bekommen. Von wegen Abkühlung, dass Wasser war total warm.

Nach unserer misslungenen Abkühlung im Pool, ging es endlich Richtung Restaurant. Von meinem Bruder erhielt ich den Tipp, dass man in Thailand dort essen gehen sollte, wo viel los sei. Bei dem herausgesuchten Restaurant wären wir aber die einzigen Gäste gewesen, sodass wir uns entlang der Straße auf den Weg zu einem anderen machten. Doch auch hier, gähnende Leere. Geplagt vom Hunger war uns das nun total egal und wir suchten uns ein nettes Plätzchen. Das Essen war super lecker, nur für meinen Geschmack etwas zu scharf, ich esse aber auch fast nie scharf. Müde und mit vollem Magen ging es zurück ins Guesthouse, denn wir hatten zwar einen Plan, was wir am nächsten Tag für Ruinen besichtigen wollten, aber wir hatten noch keinen Plan wie unsere Weiterreise weitergehen soll. So planten wir den restlichen Abend unsere Weiterreise. Wohin es gehen soll? Lasst euch überraschen!

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